Prominente Stimmen

An dieser Stelle mögen Zitate bekannter Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft beispielhaft verdeutlichen, welche politischen Vorstellungen in Bezug auf Teilzeitführung formuliert und welche Akzente auf diesem Feld gesetzt werden. Die alphabetisch sortierte Auswahl folgt rein inhaltlichen Erwägungen und spiegelt keine parteipolitischen Präferenzen wider.

Christina Kampmann, Familienministerin NRW

Christina Kampmann, Familienministerin NRW

„Führungskräfte nehmen eine besondere Rolle im Bereich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. Sie sind einerseits Ermöglichende einer gelingenden Vereinbarkeit, die familienbewusste Maßnahmen in den Unternehmen umsetzen können. Gleichzeitig sind sie selbst Eltern oder Pflegepersonen und somit von der Vereinbarkeitsproblematik betroffen. Obwohl Führungskräfte flexible Arbeitszeiten und eine (temporäre) Arbeitszeitreduktion als wichtige Instrumente für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf anerkennen, nehmen sie diese Maßnahmen für sich selbst kaum in Anspruch. Auch sind sie trotz ihrer Schlüsselposition selten Zielgruppe von vereinbarkeitsfördernden Maßnahmen oder fühlen sich diesbezüglich nicht angesprochen. Daher möchte ich hier sensibilisieren und das Thema „Führen in Teilzeit“ auf die Agenda der nordrhein-westfälischen Familienpolitik setzen.“

Christina Kampmann, Jahrgang 1980, ist seit dem 1. Oktober 2015 Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport in NRW. Mehr zu ihrer Person finden Sie auf der Website des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW »mfkjks.nrw«.

Dilek Kolat, Berliner Senatorin

Dilek Kolat

„Arbeitszeit ist eine entscheidende Komponente zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer. Und Führen in flexiblen Arbeitszeitmodellen ist eine Karrierechance für alle Menschen, die Berufstätigkeit und Fürsorge mit einander vereinbaren wollen, bislang aber weitgehend auf Karriere verzichten mussten. Alle Positionen, inklusive der Führungspositionen, sollten in Teilzeit ausgefüllt werden können. Unternehmen, die das erkennen, werden zunehmend als attraktive Arbeitgeber wahrgenommen.“

Dilek Kolat von der SPD ist Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung des Landes Berlin; zuvor war sie Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen. Mehr zu ihrer Person finden Sie auf der »Website der Berliner SPD Fraktion«, auf »Berlin.de« sowie auf ihrer »persönlichen Website«.

Thomas Sattelberger, Buchautor und Bildungsexperte

Thomas Sattelberger

„Es ist klar geworden, dass wir an den Karrieresystemen selbst, und das allerdings noch viel gründlicher als bisher, tätig werden müssen: Jobsharing in Führungspositionen, Führung in Teilzeit, Führung zum Teil aus dem häuslichen Büro heraus sowie Mischformen davon müssen ermöglicht werden, sonst bewegt sich erst einmal nicht viel. Da gibt es aber keinen Königs- oder Königinnenweg, weil die Lösungen hochindividuell maßgeschneidert werden müssen. Es gibt tatsächlich einen, aber nur diesen Weg, und auf dessen Wegweiser steht: Alles ist möglich.“

Thomas Sattelberger war Topmanager bei Daimler, Lufthansa, Continental und Deutscher Telekom. Er ist Buchautor sowie Bildungsexperte und engagiert sich in zahlreichen Initiativen rund um das Thema Arbeit. Mehr zu ihm finden Sie auf seiner Website »www.sattelberger-thomas.de«. Das Zitat entstammt seinem Buch „Ich halte nicht die Klappe – Mein Leben als Überzeugungstäter in der Chefetage“ und ist zu finden auf der »Website des Wirtschaftswoche-Blogs«.

Jana Schimke, MdB

Jana Schimke

„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird auch für Führungskräfte immer wichtiger. Immer mehr Frauen sind in deutschen Führungsetagen zu finden, nicht zuletzt hat sich aber auch die Aufgabenverteilung der Paarbeziehung verändert. Das in Verbindung mit beruflichen Führungsaufgaben zu organisieren, bleibt eine Herausforderung. Teilzeit- und Homeoffice-Modelle können daher gerade auch für Führungspositionen sinnvolle Maßnahmen sein. Der allgemeine Trend zur Digitalisierung und zum mobilen Arbeiten unterstützt diese Entwicklung. Der damit verbundene kulturelle Wandel kann aber nicht politisch verordnet, sondern muss in den Unternehmen gelebt werden.“

Jana Schimke ist Mitglied des Deutschen Bundestages und Ordentliches Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales. Näheres über sie finden Sie auf der »Website des Deutschen Bundestages« und ihrer »persönlichen Website«.